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Der Patron und Namensgeber unseres Unternehmens, der Pflegevater Jesu und Beschützer der heiligen Familie steht im Mittelpunkt einer Ausstellung, die bis 7. November 2010 im Historischen Museum der Stadt Bamberg in der Alten Hofhaltung neben dem Kaiserdom zu sehen ist. Rund um den Namen Josef wird der Blick auf bayerische bzw. fränkische Bräuche gelenkt sowie auf frömmigkeitsgeschichtliche Aspekte und deren Folgen, die in der Epoche des Josephinismus gipfelten.
In den ländlichen Regionen Bayerns tragen noch viele Männer den Namen Josef und hören auf Rufnamen wie Sepp, Sepper und Säbbä. Frauen mit dem Namen Josefine werden Fini gerufen. In Franken zählte der Name lange Zeit zu den populärsten. Seit Ende des 17. Jahrhunderts ist Joseph in den Taufbüchern immer häufiger zu finden. Auch auf jüdischen Friedhöfen bezeugen heute noch Grabsteine, dass der Name Joseph im fränkischen Judentum verankert war.
Der berühmte Springreiter und Unternehmer Josef Neckermann entstammte einer Würzburger Familie. Josef Müller, gebürtiger Oberfranke, ehemals bayerischer Justizminister und Mitbegründer der CSU, war stolz auf seinen Spitznamen Ochsensepp. Zu größter Popularität brachte es der Gewichtheber Josef Manger aus Bamberg, der bei den Olympischen Spielen 1936 in Berlin eine Goldmedaille gewann. Vor mehr als 200 Jahren wurde in Würzburg der St.-Josephs-Orden gestiftet und bis in die Gegenwart an gesellschaftlich engagierte Persönlichkeiten verliehen.
Liebevoll gezeichnete Charaktere und kantige Typen namens Josef gibt es in der Literatur, in Oratorien und in der Ballettmusik. Viele Volkslieder sind einem Josef oder Sepp gewidmet. Der Engländer Chris Rea führte 1986 mit seinem Popsong "Josephine" die internationalen Hitparaden an. In vielen Ländern kennt der Volksmund Josef-Pflanzen. Der gutherzige Seppl fehlt in kaum einer Kasperlgeschichte. Und für Karikaturisten sind Seppl-Hose und Seppl-Hut ein unverzichtbares Motiv.
Joseph Otto Kolb, Bamberger Erzbischof, rief 1948 unsere Joseph-Stiftung als kirchliches Wohnungsunternehmen ins Leben. Natürlich fördern wir die Ausstellung und die Neubelebung des alten Namens. So erhalten alle Besucher, deren Rufname Josef (oder eine Ableitung wie Josefa oder Josefine) ist, auf unsere Kosten ein Geschenk. Neugeborenen Josef-Kindern spendieren wir eine kunstvolle Taufkerze aus der Wachswerkstatt der Benediktinerinnenabtei Maria Frieden in Kirchschletten. (Anforderungsformulare an der Museumskasse!)
Öffentliche Führungen durch die Ausstellung werden jeden dritten Sonntag im Monat um 15:00 Uhr angeboten. Gruppenführungen können unter der Rufnummer 0951 87-1142 bestellt werden. Darüber hinaus gibt es folgende Sonderveranstaltungen:
Joseph - Gefährte an allen Ecken: Stadtspaziergang mit Veronika Genslein am Mittwoch, 19. Mai 2010, um 16:00 Uhr ab dem Historischen Museum
Der heilige Joseph: Vortrag von Dr. Eva Schurr am Mittwoch, 22. September 2010, um 19:00 Uhr im Historischen Museum
Josef und der Wein: Degustation mit dem Kellermeister des Tauberfränkischen Bocksbeutelkellers am Samstag, 6. November 2010, um 17:00 Uhr; Anmeldung unter obiger Rufnummer
Weitere Informationen unter www.bamberg.de/museum
Zum Herunterladen: Flyer der Josef-Ausstellung
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